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re:publica 08, der erste Tag

2008-04-03

Gestern gab es den ersten Tag der re:publica 08 in Berlin. Zum Auftakt eine Keynote von Viktor Mayer-Schönberger, die sich mit dem Thema „Digitales Vergessen“ beschäftigt. Vor dem Hintergrund
der wachsenden Datenberge und den sinkenden Kosten für Speicherplatz eine sehr interessante Idee.

Beispiel sind die sozialen Netze, wo beispielsweise ältere Bilder aus privaten Zusammenhängen bei der Jobsuche zum Verhängis werden. Hier stellt sich insbesondere die Frage, welche Bedeutung die Caches der großen Suchmaschinen haben. Auch die Zweckbindung alleine reicht hier bei der Datensammlung nicht aus. Sobald aus welchen Gründen auch immer dieses Zweckbindung wegfällt, sind die Daten trotzdem noch vorhanden und können genutzt werden.

Aktuelles Beispiel sind hier Mautdaten. Die hier gesammelten Daten sollen nur zur Abrechnung und Verfolgung von Mautsündern genutzt werden. Inzwischen gab es aber auch eine Debatte, ob diese Daten nicht zur Verfolgung von anderen Straftaten genutz werden können.

Also: Ein sehr spannende Ansatz, wie der jedoch in die Praxis umgesetzt werden kann, bleibt für mich offen

Im weiteren Verlauf des Tages standen bei mir ein wenig die Sozialen Netze und das Web 2.0 im Mittelpunkt. Leider war die Diskussion mit den Vertretern von StudiVZ, MySpace und einigen anderen zu der „Zukunft der sozialen Netze“ mehr ein StudiVZ-Bashing auf Grund von Datenschutz und Nutzerdaten. Ich hätte hier die Frage spannender gefunden, wie man die Schranken zwischen den verschiedene Netzen verringern kann, denn ich habe wenig Lust, alle Freund bei jedem Netz neu suchen zu müssen und viele Daten immer neu einzugeben. Verpasste Chance.

Der Vortrag von IBM zu Web 2.0 im Unternehmen ist durchaus kritisch gesehen worden. Es ist halt definitiv eine Sponsoring-Veranstaltung. Aber immerhin eine offene. Und aus meinen Erfahrungen aus meiner Zeit bei IBM kenne ich viele der Tools noch, und sie sind gut. Ich habe innerhalb des Unternehmens bei Recherche oder Suche nach dem passenden Ansprechpartner davon profitiert. Besonders im Workshop zur Einführung solcher Themen habe ich es als recht spannend gefunden, wie man Mitarbeiter eher motiviert, solche Werkzeuge auch zu nutzen.

Leider bleibt für mich offen, wie in stark ehrenamtlich arbeitenden Organisationen mit einem eher geringen Organisationsgrad solche Werkzeuge sinnvoll eingeführt werden können. Diese spannende Frage bleibt für mich erst einmal unbeantwortet, man müsste wohl mal sich einen konkreten Fall genau ansehen.

Einen Workshop zu Stadtwikis gab es auch noch zwischendrinne, davon werde ich aber getrennt berichten, denn jetzt ist erst mal Mittagspause, und es gilt sich zu vernetzen… 😉

Safari in die Windows Welt

2007-06-12

Apple-Chef Steve Jobs ist immer für eine Überraschung gut. Auf der diesjährigen Entwickler-Konferenz WWDC in San Francisco hat er mal wieder eine Überraschung aus dem Hut gezaubert. Wie immer gegen Ende der Keynote-Präsentation. Manchmal glaube ich, er macht den Job nur, um regelmässig in die begeisterten und überraschten Gesichter bei seinen Auftritten zu sehen. Ich erinnere mich noch, mit wieviel Freude er das iPhone vorgestellt hat.

Dieses Mal können sich alle Freunde aus der Windows-Welt mit den MAC Nutzern freuen. Denn der Apple-Browser Safari ist nun auch unter Windows lauffähig. Die öffentliche Beta der Version 3.0 hat Steve Jobs kurz vor Ende der Keynote angekündigt. Da die Beta für Mac und Windows gleichzeitig erschienen ist, wurde das gute Stück gleich einmal auf dem MAC installiert. Überraschung, nach der Installation verlangt das Programm penetrant einen Neustart. Hier scheint sich ein wenig Windows in den MAC verirrt zu haben.

Der erste Eindruck: Hat sich was geändert? Die Oberfläche sieht wie bisher aus. Bei der Nutzung merkt man dann aber, das Versprechen von hoher Geschwindigkeit beim Seitenaufbau wird gehalten. Beim morgendlichen Besuch auf den Seiten von diversen Zeitungen ist es gefühlt schneller als mit der vorherigen Version.

Dann kommt allerdings die Bewährungsprobe. Wie geht er mit den Erweiterungen wie TinyMCE (der WYSIWYG-Editor, mit dem ich diesen Text gerade im Browser tippe) oder den Rechtklick-Menüs in Open-Xchange um? Leider nicht besser als bisher, nämlich gar nicht. Bei ersterem ist zu hoffen, das unter der Haube die Voraussetzungen geschaffen wurden, eine Anpassung in der nächsten Zeit zu ermöglich.

Mein Fazit: Für mich ändert sich nichts. Safari ist der Browser, um schnell im Web unterwegs zu sein. Und Firefox der Browser, um im bzw. am Web zu arbeiten. Denn ich möchte auf keinen Fall meine praktischebn Plugins im Firefox missen. Die Parallelnutzung der beiden Brwoser geht also weiter, das beste aus beiden Welten, sozusagen.