Archive for Oktober 2006

Griff in die Kasse

2006-10-21

Da surft man einfach mal im Netz und liest bei Spiegel Online die Vorabmeldungen aus dem neuen Spiegel. Und schon schlackert man mit den Ohren. Dort wird über Pläne aus den Schatzmeistereien der Großen Koalition gesprochen, mehr Geld vom Staat an die Parteien umzulenken die Parteienfinanzierung zu überarbeiten.

Ich erinnere mich daran, das gerade von vielen Politiker bei Siemens die Pläne zur Erhöhung der Vorstandsbezüge während bei Benq Massenentlassungen anstehen massiv kritisiert wurde. Am Ende wurde die Pläne gestoppt. Man kann jetzt über die Berechtigung einer solchen Gehaltsspritze lange diskutieren. Aber über die fatale Wirkung solcher Ansagen besteht kein Zweifel.

Auch aus den Reihen der beiden Volksparteien Parteien der Grossen Koalition wurde diese Vorwürfe ja geäußert. Aber bei den eigenen Finanzen ist das wohl eine andere Geschichte. Während in Deutschland über eine neue Unterschicht neue Wahrnehmung der Unterschicht diskutiert wird, sind solche Planungen fehl am Platz.

Und das sage ich, obwohl ich die permanent schwierige finanzielle Lage der Grünen im Vergleich zu manch anderer Partei aus erster Hand kenne. Ausserdem würde eine Anhebung der Obergrenzen für die staatliche Parteienfinanzierung nur den Parteien nützen, die eh schon viel Geld vom Staat bekommen. Hier entsteht also der Anschein, die beiden Regierungeslager greifen in die Kasse, um sich selbst zu bereichern.

Noch Problematischer finde ich allerdings die Pläne, in dem gleichen Abwasch auch noch die Sanktionen bei Unregelmässigkeiten zu streichen. Und damit auch jede Verpflichtung für die Finanzchef, penibel auf jede Spende zu sehen. Wer hier nur eine nicht korrekte Spende an den Bundestag weiterreichen, selber aber keine Einbußen befürchten muss, wird leichter in die Situation eines „Man kann es ja mal probieren“ kommen.

Passenderweise kommt aus Hessen in diesen Tagen das Signal, der Prozeß gegen Manfred Kanther wegen der „Schwarzen Kassen“ noch einmal die Gerichte beschäftigen wird. Die damaligen Vorgänge, die ja bis an die Spitze der CDU gereicht haben, sollten eine Warnung für alle sein, hier nicht zu leichtfertig mit dem Thema Spenden umzugehen. An die Lobby-Debatten um Bundestagabgeordnete, die Generalsekretäre von Lobbyorganisationen werden sollen, Vorstandsmitglieder von Gewerkschaften sind oder für Teile des Militärhaushaltes verantwortlich sind und Spenden von Rüstungsfirmen annehmen, möchte ich an dieser Stelle nur erinnern.

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Kinderwagen

2006-10-18

Allen Unkenrufen über eine kinderlose Gesellschaft zum Trotz. Regelmässig sind die mittleren Bereiche in den Hamburger Bussen voll mit Kinderwagen. An manchen Stationen drängen sich bis zu vier (meisstens) Mütter in den schmal bemessenen Bereich. Man hat das Gefühl, der HVV hat extra für diese Kunden die neuen Busse mit zwei Gelenken, und damit auch einer zweiten Insel für Kinderwagen, angeschafft.

Dabei ist die Bandbreite der Wagen beeindruckend. Als ich noch in so einem Kinderwagen und später in der „Sportkarre“ gesessen habe, war die Auswahl übersichtlicher. Ein Rahmen aus Metallrohren, praktisch zum Zusammenklappen für den Transport. Darauf ein auswechselbarer Aufsatz mit beigen Cordüberzug, wahlweise als richtiger Kinderwagen (inkl. quergespanntem Band mit Spielzeug) oder als Konfiguration, in der ein darin sitzendes Kind auch sieht, wohin die Reise geht. Und nebenbei auch nicht mehr diesem typischen Über-den-Wagen-beug-und-komische-Laute-mach von allen möglichen Bekannten und Freunden der Eltern ausgesetzt sein. Diesen meinen Wagen habe ich übrigens noch in Aktion bei meiner acht Jahre jüngeren Schwester erlebt.

Aber es soll ja um die modernen Formen gehen. Wie gesagt, die Bandbreite ist beeindrucken. Von den kleinen, handlichen Wagen, über Mittelgrosse bis hin zu welchen, die anscheinend mit der Queen Mary II konkurrieren wollen. Alleine die Räder sind schon ein Thema für sich. Einige haben solch grosse Ballonreifen, das jedes Mondauto neidisch wird. Bei andere gibt es hinten zwei grosse und vorne dann kleine drehbare Räder, mit denen sich der Kinderwagen wie ein Einkaufswagen durch die Menschenmassen manövrieren werden kann. Auch wenn für solche Kunststücke der Platz im Bus meistens nicht ausreicht.

Immer noch beliebt sind diese Trikes, die mit ihren drei grossen Rädern. Diese besondere Variante ist sehr raumgreifend und da ein Rad frei nach vorne steht macvht es gerne mal direkten Kontakt mit den Fersen der Umstehenden. Letztere sind übriegens auch heute noch immer gerne gefragt, den Kinderwagen in den und aus dem Bus zu heben. Trotz aller Niederflurbusse, Einstiegsrampen und sonstigen Hlfen. Immerhin finden sich diese netten Helfer und Helferinnen spontan, meisten ohne ein zusätzliches Hilfeersuchen der Mutter.

Moderne Formen der HIV Prävention

2006-10-09

Im Internet lässt sich viel finden. Und mit Portalen wir gayromeo auch immer einfacher Sex. Dabei bleibt leider immer öfter, wie die aktuellen Zahlen zeigen, die Prävention von AIDS auf der Strecke.

Jetzt gibt es im Internet nicht nur aktuelle Patzer von amerikanischen Wahlkämpfern, sondern auch diese nette Video (gefunden bei youtube):

Sport ist Mord!

2006-10-05

DSC00132.JPGIch habe es immer gewusst. Nordic Walking sieht nicht nur ein wenig lächerlich aus, sondern ist auch tödlich.

Moderne Nazis I

2006-10-04

Hakenkreuz - doppelt gestrichen!So, ich werde mich gleich auf den Weg nach Harburg machen. Dort veranstaltet die GAL Hamburg eine Diskussion zum Thema „Moderne Nazis – Eine Gefahr auch für Hamburg?“ mit Toralf Staud. Natürlich habe ich auch meinen „Hakenkreuz in den Müll“-Button dabei, mal sehen, ob es nach dem Urteil in Stuttgart und der Beschlagnahme von Anti-Nazi-Plakaten in Stade nun auch einen solchen Fall hier in Hamburg geben wird.

Ich darf auf jeden Fall den Einlass machen. Bin schon sehr gespannt darauf. Bei flickr wird es wohl auch aktuelle Bilder geben und hinterher hier einen Bericht.

Sebastian und die BILD

2006-10-02

Nun ist es passiert. Da sperrt man einmal den Sebastian in einen Käfig, und gleich muss die grosse Zeitung mit den vier grossen Buchstaben darüber berichten (obwohl die noch von einem „jungen Schauspieler ausgehen):

DSC00114.JPGDSC00115.JPGDSC00113.JPGDSC00119.JPG

Also, eigentlich protestieren wir damit gegen die Geschlossene Unterbringung Feuerbergstraße (GUF). Das ist eine Einrichtung der Jugendhilfe in Hamburg, wobei die Hilfe in erster Linie aus Einsperren besteht. Das Heim hat seit es eingerichtet wurde schon für reichlich Ärger gesorgt. Erst diverse Ausbrüche, dann so viele Ungereimtheiten, dass sich inzwischen ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss (PUA) der Sache angenommen hat. Die Liste der Vorwürfe ist lang, man kann sie am besten hier bei der GAL Fraktion nachlesen.

Und inzwischen rudert auch die CDU in der Bürgerschaft zurück. Die Fraktion hat die Senatorin aufgefordert, die Zahl der Plätze zu verringern. Außerdem wird hinter vorgehaltener Hand darüber spekuliert, die GUF nach den Wahlen Anfang 2008 zu schliessen. Bis dahin kann die CDU sich dieses Eingeständnis des Versagens nicht erlauben.

Coverversion!

2006-10-01

Das surft man einfach mal so im Netz herum und liesst beim Knu seine kleine Nabelschau. Und so stolpert man ein wenig auf der Seite herum und findet einen Link zur Homepage von The Ark. Eine meiner Lieblingsbands. Und aus Schweden.

Also, mal wieder auf der Seite vorbei schauen. Wie ich feststellen kann, sind die Jungs gerade aus US-Tour. Aber es gibt auch Links zu Videos von ihren Auftritten auf diversen Festivals in diesem Sommer. Über die Links landet man allerdings direkt bei YouTube, wo auch noch weitere Videos zur Band zu finden sind. Einige sind interessant, einige gut, andere eher bescheiden (zum Beispiel die Titanic Szenen zu „One of us is gona die young“). Von letzterem gibt es auch ein neues Promo-Video zur US Tour.

Mein persönlicher Favourite ist jedoch die Coverversion von „Ballroom Blitz“ (das Original gibt es hier):