Archive for Juni 2007

Bangemachen gilt nicht!

2007-06-21

Nach dem Verkauf des Landesbetrieb Krankenhäuser an den Investor Asklepios machen jetzt viele MitarbeiterInnen Gebrauch von einem Rückkehrrecht zu Stadt Hamburg. Dazu der folgende Schnipsel:

Thies Goldberg (CDU) warf der Opposition „Bangemacherei“ vor. Viele Rückkehrer würden sich bei der Stadt vermutlich in Tätigkeiten wiederfinden, die ihnen „noch weniger gefallen als bei Asklepios“. (Quelle: Abendblatt)

Diese Einstellung gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist selbstherrlich und in der Sache nicht dienlich. Sie zeigt auch die generelle Einstellung der CDU gegenüber diesen Menschen. „Wer arbeiten muss, ist selber schuld“. Aber es ist ja nicht überraschend, wenn man sich die Begründungen zur Ablehnung des Mindestlohnes ansieht.

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Wie weckt man Kreativität?

2007-06-19

Eine einfache Antwort auf diese Frage gibt flickr im Moment. Eigentlich hatte ich mich gefreut, das mein kleines Plugin für WordPress wieder geht. Jetzt sieht es eher so aus, dass ich mich nach einer Alternative umsehen muss. Denn die aktuelle Politik von flickr finde ich echt bodenlos schlecht.

[photopress:think_flickr.jpg,full,alignright]

Eine gute Seite hat das verhalten von flickr allerdings. Es weckt die Kreativität vieler Mitglieder von flickr, die auf Bildern mit diesem Thema umgehen und ein Zeichen gegen eine solche willkürliche Zensur setzten wollen.

Censure / Censor : I would like make my choice.flikcr censored you2006-05-26 Rachel - censorshipHeuteCensorship Kills - 2Against censorship!f*ck you, flickr.fully completely // I'm leaving, too.NO A LA CENSURA EN FLICKR!!!

Und das ist nur ein kleiner Auschnitt. Inzwischen gibt es mehrere Fotopools bei flickr, in denen sich diese Bilder sammeln:

Fazit für mich: Wenn flickr seine Position nicht überarbeitet und auch einen anderen Umgang mit Protest
an den Tag legt, anstelle auch diese zu zensieren, werde ich meinen Pro-Account nicht verlängern und mich nach einer Alternative umsehen.

Brennpunkt ohne Fokus

2007-06-19

Gestern abend habe ich zufällig nach der Tagesschau den Brennpunkt zum Busunglück in Sachsen-Anhalt gesehen (Den Beitrag gibt es auch online). Richtigerweise wurde das Thema in der eigentlichen Tageschau Sendung an erster Stelle behandelt. Es ist ein erschütterndes Unglück, das sich auf deutschen Strassen ereignet hat. Als dann der Hinweis auf den folgenden Brennpunkt kam, hatte ich durchaus Interesse denn eine Brennpunkt impliziert ja durchaus eine tiefere Bedeutung des Themas.

Leider wurde dieses bitter enttäuscht. Schaltung zum Unfallort, Schaltung vor ein Krankenhaus, Schaltung ins Heimatdorf der Reisenden und am Schluss einmal kurz die Frage nach der generellen Unsicherheit von Reisebussen an einen Verbandsexperten. Bei einem Brennpunkt hätte ich eigentlich eine Debatte über die implikationen dieses Unglückes auf Reisebusse generell, Lenkzeiten von LKWs oder ähnliches erwartet. Statt dessen Katastrophenfernsehen.

Bei einem Brennpunkt erwarte ich, das es um ein bedeutendes Thema geht. Und vor allem über die „normale“ Berichterstatung hinaus. Ob Irakkrieg I und II, 9-11, Oderflut und gekaufter Fussball. Alles Themen, die einen  grossem Einfluss auf Gesellschaft, Politik oder den Umgang mit einem bestimmten Bereich über das eigentliche Ereigniss hinaus haben.

Ich hoffe, in Zukunft wird die Marke „Brennpunkt“ nicht weiter so ohne jeden Focus verwässert, denn ansonsten verliere ich mein Interesse.

Juhu! Flickr geht wieder!

2007-06-12

So, meine Flickr Bilder sind wieder im Blog angekommen. Nach einem Update des Plugins FAlbum geht wieder alles *freu*

Safari in die Windows Welt

2007-06-12

Apple-Chef Steve Jobs ist immer für eine Überraschung gut. Auf der diesjährigen Entwickler-Konferenz WWDC in San Francisco hat er mal wieder eine Überraschung aus dem Hut gezaubert. Wie immer gegen Ende der Keynote-Präsentation. Manchmal glaube ich, er macht den Job nur, um regelmässig in die begeisterten und überraschten Gesichter bei seinen Auftritten zu sehen. Ich erinnere mich noch, mit wieviel Freude er das iPhone vorgestellt hat.

Dieses Mal können sich alle Freunde aus der Windows-Welt mit den MAC Nutzern freuen. Denn der Apple-Browser Safari ist nun auch unter Windows lauffähig. Die öffentliche Beta der Version 3.0 hat Steve Jobs kurz vor Ende der Keynote angekündigt. Da die Beta für Mac und Windows gleichzeitig erschienen ist, wurde das gute Stück gleich einmal auf dem MAC installiert. Überraschung, nach der Installation verlangt das Programm penetrant einen Neustart. Hier scheint sich ein wenig Windows in den MAC verirrt zu haben.

Der erste Eindruck: Hat sich was geändert? Die Oberfläche sieht wie bisher aus. Bei der Nutzung merkt man dann aber, das Versprechen von hoher Geschwindigkeit beim Seitenaufbau wird gehalten. Beim morgendlichen Besuch auf den Seiten von diversen Zeitungen ist es gefühlt schneller als mit der vorherigen Version.

Dann kommt allerdings die Bewährungsprobe. Wie geht er mit den Erweiterungen wie TinyMCE (der WYSIWYG-Editor, mit dem ich diesen Text gerade im Browser tippe) oder den Rechtklick-Menüs in Open-Xchange um? Leider nicht besser als bisher, nämlich gar nicht. Bei ersterem ist zu hoffen, das unter der Haube die Voraussetzungen geschaffen wurden, eine Anpassung in der nächsten Zeit zu ermöglich.

Mein Fazit: Für mich ändert sich nichts. Safari ist der Browser, um schnell im Web unterwegs zu sein. Und Firefox der Browser, um im bzw. am Web zu arbeiten. Denn ich möchte auf keinen Fall meine praktischebn Plugins im Firefox missen. Die Parallelnutzung der beiden Brwoser geht also weiter, das beste aus beiden Welten, sozusagen.

Farbenverwirrung

2007-06-11

Also, diesen großen deutschen Telekomunikationskonzern verstehe ich jetzt endgültig nicht mehr. Über die allgegenwärtige Werbung hat man ja diverse Marken mal kennegelernt, aber sobald mal mal ein kennt, wird wieder umstrukturiert. „Web’N’Dings“ oder „Call’N’Irgendwas“, man gewöhnt sich ja daran.

Aber jetzt habe ich den Eindruck, nicht nur der Bereich Service streikt, weil man den Leuten ja weniger Geld für längere Arbeitszeiten als Fortschritt verkaufen will. Anscheinend ist auch die Werbeabteilung kollektiv in den Ausstand getreten. Nachdem früher noch Prozesse um die Farbe Magenta geführt wurden, wird jetzt in Werbespots mit „Paint it Black“ geworben.

Den Zusammenhang zwischen den Bildern und dem Lebensgefühl im Spot einerseits und dem Song andererseits kann ich beim besten Willen nicht herstellen.

I see a line of cars
and they are painted black
It with flowers and my love
both never to come back

Vielleicht gehören die WerbemacherInnen aber auch nur zu diesen Menschen. Hier auf jeden Fall noch einmal das Original:

Wo bleibt die Science Fiction?

2007-06-04

Das fragt zumindest Nils nach der Feststellung, das selbst bei großen DVD Abteilungen die SciFi Ecke weggeräumt wurde.

Ich kann das gut verstehen. Irgendwie habe ich in letzter Zeit auch richtig Lust auf einen anständigen neuen SciFi Film, am liebsten so eine richtige Space Opera. Und zwar ohne den üblichen Kitsch und so… Einfach mal eine gute Geschichte, die zufällig auf fremden Welten handelt und mit viel Technik, oder so 😉

Am Ende kommt es ja auch auf die Handlung und Geschichte an, denn nur Effekte reiche da bei weitem nicht. Ich habe neulich „Sunshine“ im Kino gesehen, den fand ich eigentlich richtig gut. Hatte ein paar Elemente von „Event Horizon“ und eine sehr geniale Optik. Stammt allerdings auch nicht aus Hollywood, sondern wurde von Danny Boyle mit einem vergleichsweise mageren Etat umgesetzt.

Ansonsten kann ich durchaus die neue Version von Battlestar Galactica empfehlen. Besonders die zu Beginn der dritte Staffel aufgeworfenen Fragen (Wie verhalten sich die Überlebenden unter der Besatzung durch die Cylonen? Selbstmordanschläge auf Kollaborateure inklusive, also mit Bezug zu aktueller Politik). Die alter Serie fand ich schon klasse, als sie im Nachmittagsprogramm wiederholt wurde. Zusammen mit Buck Rodgers, und der originalen Star Trek Serie. 😉