Posts Tagged ‘gemeinschaftssschule’

Lehrerin mit zweifelhafter Bildung

2008-01-24

Also, mal ein Blog Eintrag zur Linken. Deren Spitzenkandidatin Dora Heyenn ist heute im Welt Interview
. Und in der Debatte um eine Schule für alle zeigt sie ganz klar, wie man dieses schwierige Thema nicht an die Menschen bringt. Jeder Altphilologe, aber auch jeder Mensch mit einer gewissen Allgemeinbildung, wird die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, wenn man den Satz „Das heißt übersetzt Turnhalle und ist einfach eine Schule, auf der man Abitur macht.“ liest. Aus dem englischen stimmt diese Übersetzung zwar, auch im alten Griechenland war das Gymnasion zu erst eine Trainigsstätte. Später jedoch der Ort, wo Retoriker und Philosphen ihre Schützlinge unterrichteten. Also wesentlich mehr als die wörtiche Übersetzung aus dem Englischen.

Auch ist der zweite Teil des Satzes entscheidend. Denn viele Menschen sehen das Gymnasium und vor allem das Abitur immer noch als Möglichkeit zum sozialen Aufstieg an. Und einige andere als Elitäre Ausbilungsstätte. Wichtig ist hier zu betonen, dass die Oberstufe mit dem Abitur auch bei der Gemeinschaftsschule erhalten bleibt. Und da vorher nicht schon aussortiert wird und damit keine Wege verbaut werden, steigt auch für den einzelnen Schüler und die Schülerin die Chance, selber Abitur zu machen.

In der Vermittelung dieser Ziele kann man jedoch nicht einfach platt sagen, das Gymnasium wird überbewertet. Man muss die Fragen und Sorgen der Menschen ernst nehmen und mit ihnen auf Augenhöhe diskutieren. Deshalb soll die Gemeinschaftsschule ja auch nicht übers Knie gebrochen werden, wie es die CDU mit dem Zwei-Säulen-Ansatz gerade versucht.

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Mehrheit bei CDU für Gemeinschaftsschule

2007-11-07

[photopress:cdu.schule_screenshot.jpg,full,alignleft]Auf der Homepage der CDU-Bürgerschaftsfraktion kann man an einer Online-Umfrage teilnehmen. Dabei kann man sich für oder gegen die Abschaffung der Gymnasien aussprechen. Auch wenn diese Frage schon im Ansatz falsch ist, schliesslich geht es um die Frage der individuellen Förderung statt Aussortierung, haben sich momentan eine Mehrheit für die Abschaffung der Gymnasien ausgesprochen (siehe Screenshot).

Wer statt der Aufteilung in Fiat und Mercedes lieber den „Mercedes für alle“ einführen möchte, kann die aktuelle Kampagne „Eine Schule für alle“ unterstützen.

UPDATE: Nachdem die Zahlen sich noch ein wenig nach oben verändert haben und es nun 65% pro Gemeinschaftsschule stand, hat die CDU die Umfrage von ihrer Seite genommen.

Eine Schule für alle!

2007-11-01

Unter dem Motto „Eine Schule für alle“ werden in Hamburg gerade Unterschriften für eine Volksinitiative  gesammelt. Ziel ist es, in Hamburg nach skandinavischem Vorbild eine Gemeinschaftsschule einzuführen, in der jedes Kind nach seinen individuellen Stärken und Schwächen gefördert wird.

[photopress:eine_schule_liste_1.jpg,full,alignleft]

Meine Unterschrift habe ich heute geleistet. Das gibt aber bestimmt zu Hause noch die eine oder andere Diskussion mit dem Hasen

Aber nach meiner Überzeugung ist aussortieren nicht der richtige Weg, mit unseren Zukunftsherausforderungen umzugehen. Auf dem Weg in die Wissensgesellschaft dürfen wir niemanden abschreiben. Und auch für die leistungsstarken Kinder und Jugendlichen ist es wichtig, immer neue Herausforderungen und angemessene Förderungsmöglichkeiten zu ermöglichen.

Auf der Homepage der Initiative gibt es auch eine Vielzahl weitere Informationen und Argumente, sowie eine Unterschiftenliste zum Herunterladen.