Posts Tagged ‘sozial’

Es wird bunt!

2008-03-04

Nachdem in Hamburg der Wahlkampf beendet ist und SPD und Grüne nacheinander auf Einladung der CDU zu Sondierungsgesprächen zusammenkommen, gibt es auch in Hessen Bewegung
. Das dortige Wahlergebnis ist nicht einfach. Die Kochsche CDU liegt zwar knapp vor der SPD, allerdings hat sie auch massiver Verluste erlitten. Für die SPD-Wunschkonstellation rot-grün reicht es trotz der SPD-Gewinne nicht. Nachdem Problembär Beck den Hamburger Genossen mit seinen Spekulationen einen Bärendienst geleistet hat, will Andrea Ypsilanti jetzt mit der Linken kooperieren.

Auch wenn ich langfristig eine Zusammenarbeit sowohl von SPD und Grünen mit der Linken durchaus für möglich halte, ist die Entwicklung in Hessen nicht zu begrüssen. Die SPD und Frau Ypsilanti haben lange immer wieder betont, mit der Linkspartei gebe es keine Zusammenarbeit. Glaubwürdig ist ihr aktuelles Auftreten nicht. Das öffnet natürlich Tür und Tor für eine „Rote Socken“-Kampagne der CDU und FDP zur nächsten Bundestagswahl. Und sie könnte in Teilen ziehen.

Außerdem ist die Linke in meinem Augen momentan keine wirklich Linke Partei, sondern eine Protestpartei. Konzepte werden abgeschrieben und als eigene Kreationen verkauft. In Regierungsverantwortung kann man nicht einfach mit vollen Händen Geld ausgeben und soziale Wohltaten finanzieren, so sehr die Linke das auch verspricht. Man muss sehr genau sehen, welche Prioritäten gesetzt werden sollen und wie man dieses in konkrete Politik umsetzt. Ein Blick nach Berlin zeigt, dass die Linke durchaus dazu fähig ist. Aber verbunden mit einer Sozialpolitik, die jeder andere Landesverband anprangern würde.

Es gibt Bewegung im Parteiensystem. Und gefühlt nimmt der Druck auch auf uns zu, hier in Hamburg neue Optionen auszutesten. Denn zwischen SPD und Linkspartei möchte ich nicht zerrieben werden. Dafür sind mir GRÜNE Positionen zu wichtig.

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Ankoppeln statt Abhängen

2008-02-07

„Ankoppeln statt Abhängen“ ist das GRÜNE Konzept gegen die Soziale Spaltung in Hamburg. Bildung, Stadtentwicklung und Arbeitsmarktpolitik müssen gemeinsam an einem Strang ziehen. Um dieses zu demonstrieren, gab es am 7. Februar diese Aktion vor dem Hamburger Rathaus mit Christa Goetsch und Fritz Kuhn.

Lehrerin mit zweifelhafter Bildung

2008-01-24

Also, mal ein Blog Eintrag zur Linken. Deren Spitzenkandidatin Dora Heyenn ist heute im Welt Interview
. Und in der Debatte um eine Schule für alle zeigt sie ganz klar, wie man dieses schwierige Thema nicht an die Menschen bringt. Jeder Altphilologe, aber auch jeder Mensch mit einer gewissen Allgemeinbildung, wird die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, wenn man den Satz „Das heißt übersetzt Turnhalle und ist einfach eine Schule, auf der man Abitur macht.“ liest. Aus dem englischen stimmt diese Übersetzung zwar, auch im alten Griechenland war das Gymnasion zu erst eine Trainigsstätte. Später jedoch der Ort, wo Retoriker und Philosphen ihre Schützlinge unterrichteten. Also wesentlich mehr als die wörtiche Übersetzung aus dem Englischen.

Auch ist der zweite Teil des Satzes entscheidend. Denn viele Menschen sehen das Gymnasium und vor allem das Abitur immer noch als Möglichkeit zum sozialen Aufstieg an. Und einige andere als Elitäre Ausbilungsstätte. Wichtig ist hier zu betonen, dass die Oberstufe mit dem Abitur auch bei der Gemeinschaftsschule erhalten bleibt. Und da vorher nicht schon aussortiert wird und damit keine Wege verbaut werden, steigt auch für den einzelnen Schüler und die Schülerin die Chance, selber Abitur zu machen.

In der Vermittelung dieser Ziele kann man jedoch nicht einfach platt sagen, das Gymnasium wird überbewertet. Man muss die Fragen und Sorgen der Menschen ernst nehmen und mit ihnen auf Augenhöhe diskutieren. Deshalb soll die Gemeinschaftsschule ja auch nicht übers Knie gebrochen werden, wie es die CDU mit dem Zwei-Säulen-Ansatz gerade versucht.

Wer gegen wen? Und warum eigentlich?

2006-11-28

Wer die aktuellen Diskussionen um die Ausrichtung von CDU und SPD nicht ganz mitbekommen hat, kann es sich jetzt
von Lisa einmal erklären lassen. In der Glosse „Lisas Welt“ hat der Report Mainz einmal die aktuellen Diskussionen, wer sozialer ist, wer eine neoliberale Heuschrecke und wem die Arbeitslosen eigentlich gehören aufgearbeitet.

Ansonsten sind auch die Beiträge über die Guantanamo-Flüge und den Sieg der Autolobby gegen den Russpartikelfilter dort zu finden. Leider nur als Realvideo. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten könnten durchaus einmal anfangen, freie Formate zu benutzen.