X-MAS PRIDE

2006-12-15

Hamburg Pride hat gerufen und (fast) alle sind gekommen. Gemeinsam bei Glühwein und winterlichen 14 Grad auf dem Jungfernstiegweihnachtsmarkt stehen, Freunde und Bekannte treffen und dabei rote Weihnachtsmützen tragen.

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Naja… die Mützen gab es gegen eine Spende für die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz. Ist also für einen guten Zweck. Außerdem waren sie an den Ohren ganz schön warm, als es etwas windiger wurde und der Glühwein sein Werk vollbrachte. Und naja… Ich muss dringend zum Friseur (habe einen Termin für heute…).

Rückfahrt

2006-12-14

Also, nachdem die Hinfahrt nach Berlin ja durch diese Raucher so unerträglich war, hatte die Rückfahrt ihre eigenen Tücken. Als ich richtig pünktlich die Rolltreppe zum Gleis betrat (die Züge nach Hamburg fahren ja ganz unten ab), konnte ich einen Ticker über der Zugankündigung lesen. „etwa 45 Minuten später“ Na toll.

Eine der netten Frauen im Reisecenter konnte mir dann auch keinen anderen Zug mehr empfehlen. Bei der Frage nach der Ursache der Verspätung wurde ich durch die Art der Antwort ein wenig schockiert. „Das geht schon seit 18:00 Uhr so, da hat sich einer vor den Zug geworfen. Ist ja bald Weihnachten“, wobei ihr Gesichts regungslos blieb und sie nur einmal beiläufig mit den Schultern zuckte.

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Hier scheint die langjährige Erfahrung als Bahnmitarbeiterin schon für eine gewisse Gewöhnung an die Häufung von Selbstmorden vor Weihnachten geführt zu haben. Immerhin standen passenderweise auch im Bahnhof überall kleine Verkaufsstände, die ein wenig Indoor-Weihnachstmarkt simulieren sollten. Zum Glück war zu so später Stunde nicht mehr viel los, denn die ansonsten schon knapp bemessen Wegfläche wurde durch diese tollen, Weihnachtsstimmung verbreitenden, Tand anbietenden Buden auch nur sehr begrenzt eingeengt. Das war Sarkasmus.

PS.: Hat ein wenig gedauert mit diesem Beitrag, aber ich lag die letzten Tage ein wenig krank und lustlos auf dem Sofa.

Bundesausschuss

2006-12-08

Heute hat in Berlin der Bundesausschuss der Grünen Jugend begonnen. Kurz vor dem eigentlichen Beginn der Sitzung fand ein Vernetzungstreffen zur neuen Adress- und Mitgliederverwaltung der Grünen statt. Dabei wurde deutlich, das trotz einer schon sehr vielversprechenden Oberfläche unter der Haube einiges zu tun ist. Ich hoffe mal, das Sherpa (so heisst das gute Stück) innerhalb des Zeitplanes eingeführt wird.

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Die Hinfahrt jedoch war eher anstrengend. Auf Grund meiner relativ späten Buchung habe ich nur noch eine Reservierung im Raucherbereich gefunden. Immerhin hatte ich einen Sitzplatz, denn der Zug war komplett voll und sogar überbucht. Besonders die Unmengen von Bundeswehrsoldaten auf dem Weg nach Hause haben jeden freien Sitz- und Stehplatz in Beschlag genommen.

Aber  am schlimmsten waren die Raucher. Nicht nur diejenigen, dich sich einen Platz im Raucherbereich gesichert haben, sondern insbesondere die Besucher. Die Leute, die einen Platz im Nichtraucherbereich haben und regelmäßig zu einem Zigarettenbesuch im Gang des Raucherbereiches vorbei kommen. Echt nicht toll! Ich will endlich rauchfreie Züge!!!

Der tägliche Wahnsinn

2006-12-06

Dieses Mal: Spiegel Online. Es ist schon faszinierend, wie viele absurd klingenden Meldungen sich bei einem mal über die Startseite von Spiegel Online gucken auffällt. Eine Mutter lässt ihren zwölfjährigen Sohn in Handschellen abführen, weil er die Weihnachtsgeschenke zu früh ausgepackt hat. Tja, so gefährlich kann der Gameboy sein.

In San Francisco dürfen Werbeplakate nicht mehr nach Keksen riechen, um Werbung und Appetit zu machen. Es gab Angst vor Allergien und Hautausschlag in der Bevölkerung. Ich frage mich, was absurder ist, diese Angst oder Plakate mit Keksduft. In meinen Augen ganz klar letzteres.

Eine sehr positive Geschichte gibt es über den Pfarrer, der die NPD Mundtot geläutet hat. Außerdem wird über den Arzneimittelmissbrauch, insbesondere von Hustensaft, in den USA berichtet. Dort sind frei verkäufliche Medikamente als Drogen auf dem Vormarsch während die illegalen Drogen an Popularität verlieren.

Renate und die Papierflieger

2006-12-03

Renate und der FliegerEin PapierfliegerMitten in der Rede von Renate ging ein Raunen durch den Saal. Überall hoben Papierflieger ab und füllten den Himmel über den Delegierten. Mit dieser Aktion hat die Grüne Jugend gegen den Klimaschaden durch den Flugverkehr protestiert.

Fledermaus mit KameraNach kurzer Zeit wurden dann schnell auch der Zettel mit dem Hinweis auf die Redezeitbegrenzung in einen Flieger umgebaut, der jedoch nicht wirklich flugfähig war. Das Ergebnis der Aktion ist auf jeden Fall ein tolles Bild in der Sonntagszeitung. Einige der fliegenden Flyer sind jedoch an eher unmöglichen Landeplätzen angekommen. Ob diese Fledermaus etwas damit zu tun hat?

„Schwarz-Grün verhindern“

2006-11-30

In diesem kurzen Satz sieht Roger Kusch seine neue Aufgabe. Und hat auch hochfliegende Ziele für seinen grandiosen Wiedereinzug in die Hamburgische Bürgerschaft. Alle Details dazu gibt es im Abendblatt.

Interessant ist, das er sich viel sicherer in Schwarz-Grüner Sache ist als wir Grünen. Denn auch wenn wir einen Koalition mit der Hamburger CDU momentan nicht prinzipiell ausschließen würden, richtig überzeugt ist davon niemand. Inhaltlich trennt uns einfach zu viel. Bestes Beispiel, der Umgang mit Volksentscheiden und dem Wahlrecht. Aus diesem Grund unterstützen wir ja auch die Kampagne „Rettet den Volksentscheid„, die mit ein wenig Glück am Wahlabend abgestimmt wird.

Aber auch andere Bereiche wie Schulpolitik, Integrationspolitik oder der Umgang mit den sozial schwachen Stadtteilen sind Dinge, wo man bei der CDU zwar Bewegung erkennen kann, aber es über hübsche Versprechungen und halbseidene Vorhaben nicht wirklich hinausgeht.

Von daher kann ich für mich sagen: Danke für das Angebot, Herr Kusch. Aber wir brauchen ihre Hilfe nicht! Wir sind inzwischen alt genug selber für uns zu entscheiden.

Feueralarm – und keiner geht hin!

2006-11-28

Heute Nachmittag hat auf einmal in der Geschäftsstelle der GAL Hamburg ein ziemlicher Lärm begonnen. Im ersten Moment wurde noch gesucht, ob jemande einen abartig fiesen Klingelton für sein Handy eingestellt hat. Ziemlich schnell war aber klar, das Geräusch kommt vom Flur. Interessanterweise kamen aus vielen Büros die Leute heraus, um nach der Ursache zu gucken.

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Als dann jedoch die Ursache „Feueralarm“ klar war, wurde überlegt, wir man den Alarm abstellt. Die handgreiflichen Versuche, den Rauchmelder durch heftiges Draufschlagen zum verstummen zu bringen waren nicht von Erfolg gekrönt. Finger in die Ohren half teilweise. Ein ruhiger Ort war der Konferenzraum K1 auf der Ecke des Gebäudes, dort war es ohne bleibenden Schaden möglich zu verweilen.

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Zum Glück war es nur ein Fehlalarm. Denn unterm Strich haben wir glaube ich alles falsch gemacht, was man bei einem Feueralarm falsch machen kann. Aber den Vogel hat Katharina abgeschossen. Sie kam von der Strasse hoch und war ein wenig verwundert. Denn sie dachte, es wäre ein Geräusch auf der Strasse. Richtig laut sei es erstgeworden, als sie aus dem Fahrstuhl stieg. Soviel dazu…