Posts Tagged ‘gal hamburg’

Manchmal muss man Glück haben!

2007-11-13

Und dieses Mal hatte ich Glück. Bei meiner Kandidatur für die Landesliste der GAL bin ich auf dem 14. Platz gelandet. Nachdem ich auf Platz 12 meine Bewerbungsrede gehalten hatte, habe ich damit mein gewünschtes Ziel voll erreicht.

Allerdings brauchte ich ein wenig Glück. Denn in den ersten beiden Wahlgängen sind auf mich nicht die absolute Mehrheit der Stimmen entfallen. Und im dritten Wahlgang, in dem die einfache Mehrheit reicht, kam es zu einem Gleichstand zwischen mir und Roland Schaefer. Unsere Regeln sehen in so einem Fall das Losen vor. Und da hatte ich das Glück, gezogen zu werden.

Die taz sieht mich damit, zusammen mit Anjes und Linda, als möglichen Nachrücker bei einer Senatsbeteiligung. Ich sehe das wesentlich skeptischer. Da brauchen wir ein richtig gutes Ergebnis und es dürfen nicht zu viele DirektkandidatInnen durch kommen.

Aber die Wahlnacht wird spannend. Vielleicht muss ich dann ja noch einmal Glück haben. 

Meine Platzierung

2007-11-06

So, nur damit es alle Wissen und ich nicht wieder um Viertel vor Zehn angerufen werde. Ich bin gestern Abend auf Platz sieben der Bezirksversammlungsliste in Mitte gelandet. Vorher habe ich den Platz fünf mit 19 zu 24 Stimmen im zweiten Wahlgang gegen Lothar verloren (mal wieder 😉 ). Der Platz sieben ist nach den letzten Zahlen nicht ganz sicher, aber sehr aussichtsreich. Und weil wir ja einen tollen Wahlkampf machen wollen, wird er sicher werden. Zumindest habe ich jetzt eine ganz persönliche Motivation.

An diesem Wochenende geht es dann noch einmal rund. Die GAL wählt die Landesliste zur Bürgerschaftswahl. Neben Jörg und Claudius stehen auch Katja und Katharina auf der Liste der (hoffentlich) aussichtsreichen KandidatInnen. Ich will ja auch antreten, allerdings erst für die hinteren Plätze. Wo genau ich einsteige, steht aber noch nicht fest.

Wahlprogramm: work in progress

2007-09-22

So, inzwischen habe ich den ersten Entwurf des Wahlprogrammes der GAL Hamburg zur Bürgerschaftswahl 2008 einmal durchgearbeitet. Und prompt sind mir ein paar Stellen aufgefallen, an denen unbedingt nachgearbeitet werden muss. Ein paar Kleinigkeiten sind schon getippt. Aber folgende Stelle sind mit einfach zu dünne:

  • Open Source und Offen Standards werden nicht einmal erwähnt, während gleichzeitig Hamburg mit den Problemen zu seinem letzten großen Microsoft-IT-Projekt das Sommerloch gefüllt hat.
  • Drei Zeilen zum Thema Datenschutz sind mit zu wenig
  • Das Informationsfreiheitsgesetz kommt nur als halber Absatz in der Korruptionsbekämpfung vor. Falscher Ort, das Ding ist für mich wesentlich mehr als nur ein Mittel zur Korruptionsbekämpfung
  • Gesundheits- und Drogenpolitik ist auch eher ein Lückenlandschaft

Also, einige spannende Stellen, die es noch mit ein wenig Inhalten zu unterfüttern gilt.

Drug Checking

2007-08-31

Zwei Dokumente zum Drug Checking für den Landesausschuß am nächsten Dienstag:

Die grüne Welle!

2007-08-16

Letztes Wochenende fand in Hamburg das Drachenboot Festival Enter the Dragon statt. Auch die GAL war schon zum zweiten Mal mit einem Team dabei. Recht erfolgreich, denn wir konnte uns um fünf Plätze verbessern.

Bilder gibt es hier, diesmal nicht von mir:
http://picasaweb.google.de/7Gina21/EnterTheDragon2007 (Danke, Regina!)

Insgeamt ein tolles Wochenende, trotz des Regens am Sonnabend. Vor allem ein super Team-Event. Da kommt schon jetzt die Vorfreude auf das nächste Jahr hoch. Mal sehen, ob wir wirklich mehr Training hinbekommen.

Altona außer Rand und Band

2007-05-29

Eigentlich wollte ich mich aus dem Thema Altona und erster grüner Bezirksamtsleiter (=Bezirksbürgermeister) heraus halten. Aber dieses Interview heute im Abendblatt ist echt zu viel.

Worum es geht: In Altona regiert eine Schwarz-Grüne Koalition, die ihren Bezirksamtsleiter (FDP, ein Überbleibsel aus der Zeit mit gelb und schill) abschiessen möchte. Durch diverse Skandal im Bezirksamt gibt es auch genug Grund dafür, es geht jedoch nur über eine konstruktive Abwahl. Die Findungskomission hat sich auf Joachim „Jo“ Müller geeinigt. Er ist zwar Grüner, wirbt aber schon lange für eine Entwicklung zum konservativen Bürgertum hin, dass sich nach seiner Meinung in der Schwarz-Grünen Koalition ausdrückt.

Erst einmal, von dieser Auffassung bin ich absolut nicht überzeugt. Selbst wenn durch ein Wahlergebniss eine Schwarz-Grüne Koaltion zustande kommen sollte, wird es keine Liebesheirat und kein gemeinsams Projekt sein. Sondern einfach ein Koalition, die gemeinsame Ziele in einem Vertrag festhällt und diese umsetzten will.

Es ist natürlich das gute Recht des Kreisverbandes und der Bezirksfraktion, über ihr eigenes Personal zu entscheiden. Von außen betrachtet ist es jedoch unverständlich, wie der designierte Bezirkschef Jo Müller nach der Bekanntgabe erst einmal mit den Äußerungen, das Bezirksamt sei „offenbar nicht gut organisiert“ (taz) bei seinen neuen Mitarbeitern punkten will. Fehlende Verwaltungserfahrung kann auch eine Chance sein, jedoch hätte ich mir persönlich auch gewünscht, dass gerade von grüner Seite jemand deutlich jüngeres vorgeschlagen wird.

Aber das ist eine Altonaer Entscheidung. Wenn aber diese Person jetzt loszieht und auch in Interviews für ein Schwarz-Grünes Bündnis auf Landeseben wirbt, dann geht das zu weit. Denn er hat anscheind keine Ahnung von den vielfältigen internen Diskussionen, die in der Partei zu diesem Thema gelaufen sind. Er mag ein Mitbegründer der Partei sein, in der letzten Zeit hat er jedoch nur durch gelegentliche Trotzkandidaturen auf sich aufmerksam gemacht.

Und wenn er dann auch noch der CDU bescheinigt, in „Sachen Ökologie ist die CDU inzwischen weiter als die SPD“, während in Moorburg ein ach so CO2-armes Kohlekraftwerk mit dem Segen der CDU gebaut wird, platzt mir echt die Hutschnur. Es mag sein, dass die GAL in Altona ihre ganz eigenen Erfahrungen in Bezug auf den Umgang mit der Volksgesetzgebung gemacht hat:

Gegen den Widerstand der SPD billigte die Fraktion der CDU den Senatsbeschluss, sich über das Bürgerbegehren zum Erhalt des Bismarckbades am Bahnhof Altona hinwegzusetzen. Die GAL enthielt sich. (taz)

Aber das ist in meinen Augen kein Massstab, an dem ich mich als Grüner messen lassen will.

Die Äußerungen aus dem Mund des „Ober-Realos“ habe jetzt sogar dazu geführt, dass der GAL Landesvorstand (Anja Hajduk, Landesvorsitzende und Jens Kerstan, stellv. Landesvorsitzender) sich in einer Pressemitteilung sehr deutlich zu dem Thema äußert:

Mit Unverständnis reagieren wir auf die politischen Bekenntnisse des designierten Bezirksamtsleiters zu angeblichen Koalitionspräferenzen der GAL Hamburg.

Die Linie des grünen Landesverbandes ist es, die Eigenständigkeit der GRÜNEN und ihrer Position herauszustellen. Hierin sind wir uns im Landesvorstand, mit allen Hamburger Kreisverbänden und der GAL-Bürgerschaftsfraktion einig. Wir sehen größere inhaltliche Übereinstimmungen ausdrücklich mit der SPD, ein einseitiges Bekenntnis zu schwarz-grün entspricht nicht unserer Position.

Eigentlich sollte sich Jo Müller auf die Rolle als Verwaltungschef des Altonaer Bezirks vorbereiten, statt zu versuchen, seine Kandidatur für politische Festlegungen auszunutzen. Vor diesem Hintergrund fordern die grüne Fraktion in Altona auf, ihre Entscheidung für Herrn Müller zu überdenken.

Dem ist erst einmal wenig hinzuzusetzen. Ich bin sehr gespannt darauf, wie die Diskussion in der Partei und der Stadt weiter gehen wird.

Verplante Planer

2007-03-22

Irgendwie haben die Planer der Stadt in der letzten Zeit kein Händchen für Kostenschätzungen bei großen öffentlich finanzierten Bauprojekten. Erst die Elbphilhamonie, dann die Ortsumgehung Finkenwerden und jetzt auch noch die (sowieso überflüssige) U4. Und jedesmal sind es Fehler zu lasten des städtischen Haushaltes, die in Teilen auf eindeutige Fehler bei den Planungen zurückgehen.

So soll der ReGe laut Abendblatt „offenbar ein eklatanter Planungsfehler“ im Zusammenhang mit den Kostensteigerungen bei der geplanten Ortsumgehung Finkenwerder unterlaufen sein. Es sei einfach vergessen worde, die besondere Bodenbeschaffenheit einzubeziehen. Allein dadurch werden die Kosten um zwölf Millionen Euro gesteigert. Aber auch weitere zusätzliche Baumassnahmen, Planungen und „Zusatzkosten im einstelligen Millionenbereich, an die in der Behörde zuvor augenscheinlich keiner gedacht hat“.

Schon bei den Planungen zur Elbphilharmonie hat die ReGe, die als Realisierungs Gesellschaft für die Massnahmen rund um die Zuschüttung des Mühlenberger Loches und die Erweiterung des Airbus Betriebsgeländes von der Stadt Hamburg gegründet wurde, massive Kostensteigerungen innerhalb der Planungsphase einräumen müssen. Angesichts der erheblich gestiegenen Baukosten stieg auch der Zuschussbedarf aus öffentlichen Mitteln nun auf rund 132 Millionen.

Diese wurde von GAL Hamburg (hier) und auch der GAL Fraktion (hier) massiv kritisiert, denn die erste Zustimmung war eigentlich an eine Obergrenze von 77 Millonen gebungen. Bei der Einsicht in die Planungsunterlagen kam man allerdings zu dem Schluss, dass die Kostensteigerungen weitesgehend nicht spontan beziehungsweise durch Um- und Erweiterungsplanungen entstanden seien, sondern dem Projekt schon von Anfang an innegewohnt hätten. Hier stellt sich die Frage, wie solche Fehler geschehen konnten.

Und heute die nächste Kostensteigerung. Auch ein grosses öffentliches Bauprojekt im Bezirk Mitte. Die neue U-Bahnlinie U4, die im Prinzip aus zwei Haltestellen in der Hafencity besteht, soll um mindestens 43 Millionen teurer werden. Manche der Gründe, wie gestiegen Stahlpreise und höhere Mietkosten für die Tunnelbohrmaschine, kann man nachvollziehen. Warum aber Entschädigungen für Grundeigentümer nicht von Anfang an eingeplant wurden, ist schwer verständlich.

Besonders bedenklich: Der Senat hatte bei der Kosten-Nutzen Rechnung nur sehr knapp unter der Grenze für Bundeszuschüsse gelegen, aber erst nachdem die Rechnungen mehrfach durchgeführt wurden. In ersten Gutachten hatte der Kosten/Nutzen Faktor weit abseits der Förderungsfähigkeit gelegen. Durch die jetzigen Steigerungen muss auch der Bundeszuschuß von 133 Millionen als zumindest gefährdet angesehen werden.

Dieses einmal außen vor gelassen, ergeben sich aus den drei Projekten Kostensteigerungen von 123 Millionen, oder umgerechnet Steigerungen um knapp 20% gegenüber den vorherigen Zahlen. Und das innerhalb von nur drei Monaten. Ich will gar nicht wissen, was bei den milliardenschweren Projekten im Hafenbereich passiert, wenn dort Kostensteigerungen in der gleichen Größenordnung durch Planungsfehler fällig werden sollten.

Feueralarm – und keiner geht hin!

2006-11-28

Heute Nachmittag hat auf einmal in der Geschäftsstelle der GAL Hamburg ein ziemlicher Lärm begonnen. Im ersten Moment wurde noch gesucht, ob jemande einen abartig fiesen Klingelton für sein Handy eingestellt hat. Ziemlich schnell war aber klar, das Geräusch kommt vom Flur. Interessanterweise kamen aus vielen Büros die Leute heraus, um nach der Ursache zu gucken.

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Als dann jedoch die Ursache „Feueralarm“ klar war, wurde überlegt, wir man den Alarm abstellt. Die handgreiflichen Versuche, den Rauchmelder durch heftiges Draufschlagen zum verstummen zu bringen waren nicht von Erfolg gekrönt. Finger in die Ohren half teilweise. Ein ruhiger Ort war der Konferenzraum K1 auf der Ecke des Gebäudes, dort war es ohne bleibenden Schaden möglich zu verweilen.

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Zum Glück war es nur ein Fehlalarm. Denn unterm Strich haben wir glaube ich alles falsch gemacht, was man bei einem Feueralarm falsch machen kann. Aber den Vogel hat Katharina abgeschossen. Sie kam von der Strasse hoch und war ein wenig verwundert. Denn sie dachte, es wäre ein Geräusch auf der Strasse. Richtig laut sei es erstgeworden, als sie aus dem Fahrstuhl stieg. Soviel dazu…

Verschickung…

2006-11-03

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Immer wenn eine Landesmitgliederversammlung ansteht, müssen jede Menge Briefe und Anträge verschickt werden. Und bei der GAL Hamburg ist das dann eine etwas leidvolle Erfahrung.

Denn immer genau dann, wenn die ersten 200 Anträge gedruckt sind, geht der Kopierer in den Streik. Und am nächsten Morgen beschweren sich einzelne Personen, dass der Leitantrag zur Kreativen Stadt noch nicht in ihrem Briefkasten liegt. Aber was soll man erwarten, wenn erst Donnerstag mittag wirklich alle Textbeträge beisammen sind.
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Aber inzwischen ist alles eingetütet, mit Adressaufklebern versehen und bei der Post abgeliefert. Aber der Techniker, der den Kopierer doch wieder zum Arbeiten gebracht hat, durfte erst mit dem letzten bedruckten Blatt das Haus verlassen.

Moderne Nazis I

2006-10-04

Hakenkreuz - doppelt gestrichen!So, ich werde mich gleich auf den Weg nach Harburg machen. Dort veranstaltet die GAL Hamburg eine Diskussion zum Thema „Moderne Nazis – Eine Gefahr auch für Hamburg?“ mit Toralf Staud. Natürlich habe ich auch meinen „Hakenkreuz in den Müll“-Button dabei, mal sehen, ob es nach dem Urteil in Stuttgart und der Beschlagnahme von Anti-Nazi-Plakaten in Stade nun auch einen solchen Fall hier in Hamburg geben wird.

Ich darf auf jeden Fall den Einlass machen. Bin schon sehr gespannt darauf. Bei flickr wird es wohl auch aktuelle Bilder geben und hinterher hier einen Bericht.