Posts Tagged ‘Hamburg’

Die Bürgerschaft hat immer recht.

2007-12-11

Mache Zitate fallen einem beim Lesen besonders auf. Heute im Abendblatt geht es um ein Kunsterwerk, dass an Aus- und Einwanderer erinnern soll. Der betroffene Stadtteilbeirat hat sich dagegen ausgesprochen. Aber das macht ja gar nichts. „Entscheidend ist die Bewilligung durch die Bürgerschaft“, so die CDU-Kulturpolitikerin Brigitta Martens , „das ist es, was zählt.

Aber eigentlich ist diese Einstellung zur Bürgerbeteiligung nichs neues, man muss ja nur an den Umgang mit den Volksentscheiden denken.

Mein erster Podcast

2007-12-10

So, es ist soweit. Ich habe mich aufgerafft, und einen Podcast aufgenommen. Bis zur Wahl am 24. Februar will ich mich mal daran versuchen, danach wird neu entschieden. Also, viel Spass damit. Über Anmerkungen, Kritik, Vorschläge und sonstige Kommentare würde ich mich sehr freuen. 

Erster Infostand

2007-12-03

IMG_0046 IMG_0047 Am Samstag hat mein erster Infostand im angehenden Wahlkampf stattgefunden. Auf dem Großneumarkt trotz Wind und Regen. Der Stand der FDP wurde durch den Wind komplett umgeworfen, und er hätte dabei fast einen Hund erschlagen. Das wäre eine Schlagzeile gewesen. Aber auch unser grüner Schirm hat bei einem heftigen Windstoss den Geist aufgegeben…

Mehrheit bei CDU für Gemeinschaftsschule

2007-11-07

[photopress:cdu.schule_screenshot.jpg,full,alignleft]Auf der Homepage der CDU-Bürgerschaftsfraktion kann man an einer Online-Umfrage teilnehmen. Dabei kann man sich für oder gegen die Abschaffung der Gymnasien aussprechen. Auch wenn diese Frage schon im Ansatz falsch ist, schliesslich geht es um die Frage der individuellen Förderung statt Aussortierung, haben sich momentan eine Mehrheit für die Abschaffung der Gymnasien ausgesprochen (siehe Screenshot).

Wer statt der Aufteilung in Fiat und Mercedes lieber den „Mercedes für alle“ einführen möchte, kann die aktuelle Kampagne „Eine Schule für alle“ unterstützen.

UPDATE: Nachdem die Zahlen sich noch ein wenig nach oben verändert haben und es nun 65% pro Gemeinschaftsschule stand, hat die CDU die Umfrage von ihrer Seite genommen.

Datenschutz? Wird doch überbewertet…

2007-11-04

Zumindest der CDU-Senat der Freien und Hansestadt Hamburg versucht hier, kein Vorreiter zu sein. Gerade erst wurde die Schulsenatorin Dinges-Dierig mit einem Big-Brother Award für das umstrittene Schülerverzeichnis ausgezeichnet.

Durch den automatischen Abgleich der Schülerdaten mit den Einwohnermeldeämtern sollen vernachlässigte Kinder aufgespürt werden. Warum das den „Fall Jessica“ nicht verhindert hätte und eher die Ausländerbehörde Profiteur dieser Datensammlung ist, legt die Laudatio sehr deutlich dar.

Auch der Hamburger Datenschutzbeauftragte Lubomierski warnte Anfang des Jahres vor einem „Dammbruch beim Datenschutz“ und führt dieses Schülerregister als ein besonderes Beispiel an.

Jetzt aber soll es einen Schritt weiter gehen. Im § 9 der Hamburger Schul-Datenschutzverordnung heißt es eindeutig schwammig:

Die zuständige Behörde darf einer anderen Behörde oder sonstigen öffentlichen Stelle der Freien und Hansestadt Hamburg die in § 7 genannten personenbezogenen Daten aus dem Zentralen Schülerregister übermitteln, wenn dies zur Erfüllung ihrer Aufgaben oder zur Erfüllung der Aufgaben des Empfängers erforderlich ist. Die übermittelten Daten dürfen von der anderen Behörde oder sonstigen öffentlichen Stelle nur zu den Zwecken verarbeitet werden, zu denen sie übermittelt wurden.

Welcher Zweck auch immer, so lange er vorher als solcher angemeldet wurde. Und eine neuer Zweck steht an. Nach einer Drucksache, die der Senat in der kommenden Woche beschließen will, soll auch die Polizei Zugriff auf diese Daten bekommen. So sollen Schulschwänzer leichter erkannt werden.

Darüber hinaus soll auch jede Rangelei auf dem Schulhof in Zukunft der Staatsanwaltschaft gemeldet werden. Lehrer als Hilfspolizisten. Erfolgreiche Projekte an Schulen, den Kindern und Jugendlichen durch Konflikttraining eine Entwicklung zu ermöglichen, werden so ad absurdum geführt. Und die Staatsanwaltschaft sammelt einen Berg Daten über jeden normalen Schüler, jede normale Schülerin, die sich einmal rauft. Das kann man doch am besten auch ins Schülerverzeichnis schreiben, damit die Polizei gleich weiß, mit wie viel Widerstand zu rechnen ist.

Mein Vorschlag: Jede Schülerin und jeder Schüler bekommt einen RFID-Chip implantiert. Eine britische Schule hat hier schon erste Erfahrungen gemacht, die Chips jedoch nur in die Kleidung eingenäht. So kann leicht überprüft werden, welcher Schüler in welchem Klassenraum ist. Oder welche Schülerin nicht zum Unterricht erschienen ist. Am besten gleich mit einer Standleitung zu den Fahndungscomputern der Polizei, dann können Schulschwänzer automatisch zur Fahndung ausgeschrieben werden. Und am besten noch die Videoüberwachungsdaten von allen bekannten Treffpunkten automatisch mit den Bildern der Gesuchten abgleichen. Dann weiss das MEK gleich, wo es hin muss.

Spaß beiseite. Dieses Beispiel belegt einmal wieder, wenn Datenbestände angelegt sind, werden Begehrlichkeiten geweckt. Das hat ja auch schon die LKW Maut gezeigt. Und so wird schleichend der Datenschutz mit Trippelschritten immer weiter ausgehöhlt.

Eine Schule für alle!

2007-11-01

Unter dem Motto „Eine Schule für alle“ werden in Hamburg gerade Unterschriften für eine Volksinitiative  gesammelt. Ziel ist es, in Hamburg nach skandinavischem Vorbild eine Gemeinschaftsschule einzuführen, in der jedes Kind nach seinen individuellen Stärken und Schwächen gefördert wird.

[photopress:eine_schule_liste_1.jpg,full,alignleft]

Meine Unterschrift habe ich heute geleistet. Das gibt aber bestimmt zu Hause noch die eine oder andere Diskussion mit dem Hasen

Aber nach meiner Überzeugung ist aussortieren nicht der richtige Weg, mit unseren Zukunftsherausforderungen umzugehen. Auf dem Weg in die Wissensgesellschaft dürfen wir niemanden abschreiben. Und auch für die leistungsstarken Kinder und Jugendlichen ist es wichtig, immer neue Herausforderungen und angemessene Förderungsmöglichkeiten zu ermöglichen.

Auf der Homepage der Initiative gibt es auch eine Vielzahl weitere Informationen und Argumente, sowie eine Unterschiftenliste zum Herunterladen.

Beachclub soll bleiben!

2007-10-29

Mit dem Central Park gibt es in Hamburg einen Beach Club, der zwar viel Sand bietet, jedoch nicht am Wasser liegt. Sondern in Mitten der Schanze. Ein Ort, der zwar durch den angrenzenden Bahndamm nie wirklich idylisch ruhig war, jedoch immer ein besonderes Ambiente bot. Liegestühle, Sand und Sonnenschirme, Grillfleisch und leckere Salate. Und auch mal ein gutes Weizenbier.

Aber alles unter freiem Himmel. Und in der Schanze, nicht mit Bus und Bahn schwer erreichbar an der Elbe. Durch die besondere Lage hat er auch ein komplett anderes Publikum als die drei fast identischen Clubs an der Elbe (Stand Pauli mal ausgenommen). Sogar meine Mutter war begeistert, obwohl wir an einem Tag mit eher schlechtem Wetter dort waren.

Jetzt steht diese besondere Location vor dem Aus, zumindest in der heutigen Welt. Auf dem Gelände soll ein Bürogebäude erstellt werden. Zwar ein Gebäude im Rahmen der Wirtschaftsförderung, also besonders Platz für Junge und Kleine Unternehmen. Aber unterm Strich nur ein weiteres Bürogebäude, von denen Hamburg momentan ja nicht genug hat.

Der Bezirk Altona, der ja wohl bald auch den Rest der Schanze übernehmen wird, beweist hier sein Verständnis von Stadtteilkultur. Denn ob ein neuer Platz für den Central Park gefunden wird, ist fraglich. Schon das unterbringen der anderen drei Beach Clubs sei problematisch. Aber auch wenn der Central Park ein Beach Club, eine Strandlage war nicht das Besondere an dieser Institution.

Good as Ever: The Ark

2007-09-30

Freitag Abend stand das Reeperbahnfestival auf dem Programm. Hauptpunkt der Freude war ein Konzert von „The Ark“ im Bunker an der Feldstraße. Beginn sollte zwar erst um halb eins (ja, nachts) sein, und sie sollten auch nur eine Stunde spielen. Aber das konnte weder mich noch MiZi davon abhalten, diesen Punkt in unsere Planungen aufzunehmen.

Da man für das Ticket den ganzen Tag Eintritt zu allen Konzerten bekommt, wollten wir vorher eigentlich ins Molotow und ins Grünspan. Dank einer fast knusprigen Pizza aus dem Ofen ist daraus dann nur Roony im Knust geworden. Zum Aufwärmen ganz nett, aber unterm Strich nicht so der beste Festivalbeitrag, den ich erlebt habe. Und als der Leadsänger sich noch in der permanenten Eigenwerbung erging („Our first album is selling in stores from today!“…) waren irgendwie auch die restlichen Sympathien weg.

Aber danach, in den Bunker. Bis zum übel & gefährlich sind es ja schon ein paar Stufen. Zum Glück hatten wir mit unserer Ankunft gerade das Ende der Band vorher getroffen, so daß wir uns bis auf einen guten Platz im vorderen Bereich drängeln konnten. Und da standen wir dann erst mal. Umbau, Soundcheck und einfach so Wartezeit. Der Terminplan wurde definitv nicht eingehalten. Zum Glück hat The Ark dann auch länger gespielt als angekündigt.

Vom letzten Album, auf dem auch der Grand Prix Beitrag „Worrying Kind“ zu finden ist, war ich nicht mehr so komplett überzeugt. Aber eine Qualität hat die Band, die alles Wett macht. Sie ist Live eine absolute Supershow. So fing es denn auch an, wie mit dem Handy von MiZi aufgezeichnet wurde:

Bei MiZi ist dann auch die zweite Zugabe zu finden. Und eine Beschreibung des eigentlichen Konzertes, muss ich jetzt ja nicht auch noch einmal wiederholen. Aber: Das Konzert war genial, wenn auch viel zu kurz. Hoffentlich dauert es nicht wieder zwei Jahre, bis The Ark erneut nach Hamburg kommen.

Ich kandidiere!

2007-09-25

So, meine Kandidatur ist fertig. Ich möchte auf unsere grünen Listen für die
Wahlen zur Bezirksversammlung im Februar 08.

Listen? Genau. Durch das neue Wahlrecht haben wir mehrere davon. In meinem Bezirk Mitte haben wir zwei Wahlkreise und die Bezirksliste.

Ich will in dem einen Wahlkreis antreten (WK 1, Innenstadt) und auf der Liste für den Bezirk. Wahrscheinlich auch auf einem der hinteren Plätze der Landesliste, aber mein Ziel ist die Bezirksversammlung.

Zum Nachlesen als PDF: Kandidatur Kai Wilken Listen Mitte

PS.: Ich glaube, in der nächsten Zeit werde ich mal ein paar Sätze zum neuen Wahlrecht hier hinterlassen.

Wahlprogramm: work in progress

2007-09-22

So, inzwischen habe ich den ersten Entwurf des Wahlprogrammes der GAL Hamburg zur Bürgerschaftswahl 2008 einmal durchgearbeitet. Und prompt sind mir ein paar Stellen aufgefallen, an denen unbedingt nachgearbeitet werden muss. Ein paar Kleinigkeiten sind schon getippt. Aber folgende Stelle sind mit einfach zu dünne:

  • Open Source und Offen Standards werden nicht einmal erwähnt, während gleichzeitig Hamburg mit den Problemen zu seinem letzten großen Microsoft-IT-Projekt das Sommerloch gefüllt hat.
  • Drei Zeilen zum Thema Datenschutz sind mit zu wenig
  • Das Informationsfreiheitsgesetz kommt nur als halber Absatz in der Korruptionsbekämpfung vor. Falscher Ort, das Ding ist für mich wesentlich mehr als nur ein Mittel zur Korruptionsbekämpfung
  • Gesundheits- und Drogenpolitik ist auch eher ein Lückenlandschaft

Also, einige spannende Stellen, die es noch mit ein wenig Inhalten zu unterfüttern gilt.