So, meine Flickr Bilder sind wieder im Blog angekommen. Nach einem Update des Plugins FAlbum geht wieder alles *freu*
Juhu! Flickr geht wieder!
2007-06-12Safari in die Windows Welt
2007-06-12Apple-Chef Steve Jobs ist immer für eine Überraschung gut. Auf der diesjährigen Entwickler-Konferenz WWDC in San Francisco hat er mal wieder eine Überraschung aus dem Hut gezaubert. Wie immer gegen Ende der Keynote-Präsentation. Manchmal glaube ich, er macht den Job nur, um regelmässig in die begeisterten und überraschten Gesichter bei seinen Auftritten zu sehen. Ich erinnere mich noch, mit wieviel Freude er das iPhone vorgestellt hat.
Dieses Mal können sich alle Freunde aus der Windows-Welt mit den MAC Nutzern freuen. Denn der Apple-Browser Safari ist nun auch unter Windows lauffähig. Die öffentliche Beta der Version 3.0 hat Steve Jobs kurz vor Ende der Keynote angekündigt. Da die Beta für Mac und Windows gleichzeitig erschienen ist, wurde das gute Stück gleich einmal auf dem MAC installiert. Überraschung, nach der Installation verlangt das Programm penetrant einen Neustart. Hier scheint sich ein wenig Windows in den MAC verirrt zu haben.
Der erste Eindruck: Hat sich was geändert? Die Oberfläche sieht wie bisher aus. Bei der Nutzung merkt man dann aber, das Versprechen von hoher Geschwindigkeit beim Seitenaufbau wird gehalten. Beim morgendlichen Besuch auf den Seiten von diversen Zeitungen ist es gefühlt schneller als mit der vorherigen Version.
Dann kommt allerdings die Bewährungsprobe. Wie geht er mit den Erweiterungen wie TinyMCE (der WYSIWYG-Editor, mit dem ich diesen Text gerade im Browser tippe) oder den Rechtklick-Menüs in Open-Xchange um? Leider nicht besser als bisher, nämlich gar nicht. Bei ersterem ist zu hoffen, das unter der Haube die Voraussetzungen geschaffen wurden, eine Anpassung in der nächsten Zeit zu ermöglich.
Mein Fazit: Für mich ändert sich nichts. Safari ist der Browser, um schnell im Web unterwegs zu sein. Und Firefox der Browser, um im bzw. am Web zu arbeiten. Denn ich möchte auf keinen Fall meine praktischebn Plugins im Firefox missen. Die Parallelnutzung der beiden Brwoser geht also weiter, das beste aus beiden Welten, sozusagen.
Farbenverwirrung
2007-06-11Also, diesen großen deutschen Telekomunikationskonzern verstehe ich jetzt endgültig nicht mehr. Über die allgegenwärtige Werbung hat man ja diverse Marken mal kennegelernt, aber sobald mal mal ein kennt, wird wieder umstrukturiert. „Web’N’Dings“ oder „Call’N’Irgendwas“, man gewöhnt sich ja daran.
Aber jetzt habe ich den Eindruck, nicht nur der Bereich Service streikt, weil man den Leuten ja weniger Geld für längere Arbeitszeiten als Fortschritt verkaufen will. Anscheinend ist auch die Werbeabteilung kollektiv in den Ausstand getreten. Nachdem früher noch Prozesse um die Farbe Magenta geführt wurden, wird jetzt in Werbespots mit „Paint it Black“ geworben.
Den Zusammenhang zwischen den Bildern und dem Lebensgefühl im Spot einerseits und dem Song andererseits kann ich beim besten Willen nicht herstellen.
I see a line of cars
and they are painted black
It with flowers and my love
both never to come back
Vielleicht gehören die WerbemacherInnen aber auch nur zu diesen Menschen. Hier auf jeden Fall noch einmal das Original:
Wo bleibt die Science Fiction?
2007-06-04Das fragt zumindest Nils nach der Feststellung, das selbst bei großen DVD Abteilungen die SciFi Ecke weggeräumt wurde.
Ich kann das gut verstehen. Irgendwie habe ich in letzter Zeit auch richtig Lust auf einen anständigen neuen SciFi Film, am liebsten so eine richtige Space Opera. Und zwar ohne den üblichen Kitsch und so… Einfach mal eine gute Geschichte, die zufällig auf fremden Welten handelt und mit viel Technik, oder so 😉
Am Ende kommt es ja auch auf die Handlung und Geschichte an, denn nur Effekte reiche da bei weitem nicht. Ich habe neulich „Sunshine“ im Kino gesehen, den fand ich eigentlich richtig gut. Hatte ein paar Elemente von „Event Horizon“ und eine sehr geniale Optik. Stammt allerdings auch nicht aus Hollywood, sondern wurde von Danny Boyle mit einem vergleichsweise mageren Etat umgesetzt.
Ansonsten kann ich durchaus die neue Version von Battlestar Galactica empfehlen. Besonders die zu Beginn der dritte Staffel aufgeworfenen Fragen (Wie verhalten sich die Überlebenden unter der Besatzung durch die Cylonen? Selbstmordanschläge auf Kollaborateure inklusive, also mit Bezug zu aktueller Politik). Die alter Serie fand ich schon klasse, als sie im Nachmittagsprogramm wiederholt wurde. Zusammen mit Buck Rodgers, und der originalen Star Trek Serie. 😉
Altona außer Rand und Band
2007-05-29Eigentlich wollte ich mich aus dem Thema Altona und erster grüner Bezirksamtsleiter (=Bezirksbürgermeister) heraus halten. Aber dieses Interview heute im Abendblatt ist echt zu viel.
Worum es geht: In Altona regiert eine Schwarz-Grüne Koalition, die ihren Bezirksamtsleiter (FDP, ein Überbleibsel aus der Zeit mit gelb und schill) abschiessen möchte. Durch diverse Skandal im Bezirksamt gibt es auch genug Grund dafür, es geht jedoch nur über eine konstruktive Abwahl. Die Findungskomission hat sich auf Joachim „Jo“ Müller geeinigt. Er ist zwar Grüner, wirbt aber schon lange für eine Entwicklung zum konservativen Bürgertum hin, dass sich nach seiner Meinung in der Schwarz-Grünen Koalition ausdrückt.
Erst einmal, von dieser Auffassung bin ich absolut nicht überzeugt. Selbst wenn durch ein Wahlergebniss eine Schwarz-Grüne Koaltion zustande kommen sollte, wird es keine Liebesheirat und kein gemeinsams Projekt sein. Sondern einfach ein Koalition, die gemeinsame Ziele in einem Vertrag festhällt und diese umsetzten will.
Es ist natürlich das gute Recht des Kreisverbandes und der Bezirksfraktion, über ihr eigenes Personal zu entscheiden. Von außen betrachtet ist es jedoch unverständlich, wie der designierte Bezirkschef Jo Müller nach der Bekanntgabe erst einmal mit den Äußerungen, das Bezirksamt sei „offenbar nicht gut organisiert“ (taz) bei seinen neuen Mitarbeitern punkten will. Fehlende Verwaltungserfahrung kann auch eine Chance sein, jedoch hätte ich mir persönlich auch gewünscht, dass gerade von grüner Seite jemand deutlich jüngeres vorgeschlagen wird.
Aber das ist eine Altonaer Entscheidung. Wenn aber diese Person jetzt loszieht und auch in Interviews für ein Schwarz-Grünes Bündnis auf Landeseben wirbt, dann geht das zu weit. Denn er hat anscheind keine Ahnung von den vielfältigen internen Diskussionen, die in der Partei zu diesem Thema gelaufen sind. Er mag ein Mitbegründer der Partei sein, in der letzten Zeit hat er jedoch nur durch gelegentliche Trotzkandidaturen auf sich aufmerksam gemacht.
Und wenn er dann auch noch der CDU bescheinigt, in „Sachen Ökologie ist die CDU inzwischen weiter als die SPD“, während in Moorburg ein ach so CO2-armes Kohlekraftwerk mit dem Segen der CDU gebaut wird, platzt mir echt die Hutschnur. Es mag sein, dass die GAL in Altona ihre ganz eigenen Erfahrungen in Bezug auf den Umgang mit der Volksgesetzgebung gemacht hat:
Gegen den Widerstand der SPD billigte die Fraktion der CDU den Senatsbeschluss, sich über das Bürgerbegehren zum Erhalt des Bismarckbades am Bahnhof Altona hinwegzusetzen. Die GAL enthielt sich. (taz)
Aber das ist in meinen Augen kein Massstab, an dem ich mich als Grüner messen lassen will.
Die Äußerungen aus dem Mund des „Ober-Realos“ habe jetzt sogar dazu geführt, dass der GAL Landesvorstand (Anja Hajduk, Landesvorsitzende und Jens Kerstan, stellv. Landesvorsitzender) sich in einer Pressemitteilung sehr deutlich zu dem Thema äußert:
Mit Unverständnis reagieren wir auf die politischen Bekenntnisse des designierten Bezirksamtsleiters zu angeblichen Koalitionspräferenzen der GAL Hamburg.
Die Linie des grünen Landesverbandes ist es, die Eigenständigkeit der GRÜNEN und ihrer Position herauszustellen. Hierin sind wir uns im Landesvorstand, mit allen Hamburger Kreisverbänden und der GAL-Bürgerschaftsfraktion einig. Wir sehen größere inhaltliche Übereinstimmungen ausdrücklich mit der SPD, ein einseitiges Bekenntnis zu schwarz-grün entspricht nicht unserer Position.
Eigentlich sollte sich Jo Müller auf die Rolle als Verwaltungschef des Altonaer Bezirks vorbereiten, statt zu versuchen, seine Kandidatur für politische Festlegungen auszunutzen. Vor diesem Hintergrund fordern die grüne Fraktion in Altona auf, ihre Entscheidung für Herrn Müller zu überdenken.
Dem ist erst einmal wenig hinzuzusetzen. Ich bin sehr gespannt darauf, wie die Diskussion in der Partei und der Stadt weiter gehen wird.
Es gibt Tage…
2007-05-23… da blickt man in die Zeitungen und Onlineportale und stolpert über eine Meldung, die mich ein wenig demotiviert. Ich habe ja in der letzten Zeit ein paar Beiträge zum geplante CO2-Spender in Moorburg geschrieben, auch weil ich die politische Auseinandersetzung mit dem Ziel, das Ding zu verhindern, unterstütze. Aber wenn ich dann von dieser Studie höre, nach der in den letzten fünf Jahren der duchschnittliche Anstieg des CO2 Ausstosses weltweit auf fast 3 Prozent gegenüber den 90er Jahren verdreifacht hat, dann kann man manchmal doch ins grübeln kommen. Besonders da es ja auch solche Programme wie Kyoto gibt, um den Ausstoss eigentlich zu begrenzen und zu verringern.
Dazu kommt ja auch noch ein Kulturkampf, denn immer wieder werden ja Klimawandel einerseits und auch die Rolle des CO2 in dieser Debatte gerne mal wieder in Frage gestellt. Niels Boeing hat sich mit diesen Argumenten bei Telepolis recht nüchtern beschäftigt.
Es gibt dann Tage, wo man sich fragt, warum mache ich das alles… Lasst es doch passieren, ich lebe heute und werde wohl die massiven Auswirkungen des Klimawandels nicht mehr erleben, oder nur ansatzweise. Aber das wäre ja aufgeben, und das geht auf keinen Fall. Außerdem gibt es ja andererseits Studien, die die Machbarkeit von Klimaschutz eindeutig belegen. Und dann ist es am Ende nur eine Frage der Politik, die weichen dafür richtig zu stellen.
Das ist dann natürlich mit einem Eingriff in den „Markt“ verbunden. Jedoch müssen die Rahmenbedingungen so angepasst werden, dass Klimaschutz eine entscheidene Größe bei Makrtentscheidungen wird. Denn im Konkurrenzkampf im Wettbewerb versuchen natürlich alle Teilnehmern unter den gegeben Randbedingungen möglichst erfolgreich zu sein. Aber eine Situation, in der das Handeln heute erst Auswirkungen in 50 Jahren hat, muss halt von außen in das Spiel der Marktkräfte eingebracht werden.
Das ist eine radikale Vision, aber ich wiederhole es gerne. Klimaschutz braucht radikale Entscheidungen heute, und vor allem den Mut dazu.
Nebeneinkünfte endlich richtig transparent machen.
2007-05-22
Lange schon schwelt der Streit um die Transparenz der Nebeneinkünfte von Bundestagsabgordneten. Die Hintergründe dazu gibt es im Artikel „Geheimsache Nebeneinkünfte“ bei Telepolis nachzulesen. Anscheinend schlägt jetzt der Bundestagspräsident Norbert Lammert, CDU, den Fraktionsvorsitzenden der großen Koalition, Peter Struck, SPD und Volker Kauder, CDU, eine nur teilweise Offenlegung vor.
Dieses kritisieren Lobbycontrol und campact:
Bundestagspräsident Lammert will die Nebeneinkünfte von Abgeordneten nach den windelweichen Transparenzregeln veröffentlichen, die vor den Lobbyismus-Skandalen galten – und setzt sich damit über die vom Bundestag beschlossene scharfe Veröffentlichungspflicht hinweg.
Jetzt wurde eine Online Aktion gestartet, um Protestemails an die beiden Fraktionsvorsitzenden zu schreiben. Also aufraffen, Formular ausfüllen und den Protest deutlich machen:
Bierwärtin im Netz
2007-05-20So, es ist soweit. Endlich hat auch die Bierwärtin (aka Linda) ein eigenes Blog in den weiten des Internet. Mal sehen, welche spannenden Details sich dann dort einfinden. Einen ersten unangenehmen Zwischenfall gibt es schon, ein verschwundenes Fahrrad…
Viel Spass mit dem Blog wünscht auf jeden Fall der KAI.
Kohle killt Klima
2007-05-18[photopress:Schornsteine_im_Nebel___Version_2.png,full,balken]
Eigentlich wäre es mit andersherum lieber. Klima killt Kohle. Das Bewusstsein um den Klimawandel und die Ursachen dafür nehmen den Kohlekraftwerken jede Existensberechtigung. Neben dem CO2 Ausstoss gibt es ja auch noch solche Probleme wie die Abwärme. Gerade hat sich ja der Hamburger Senat für seinen Phyrrussieg über ein Müllkraftwerk feiern lassen. Während im Abendblatt (von manchem auch Senatsblatt genannt) dieser Erfolg einer „pragmatisch vernünftigen Umweltpolitik“ gefeiert wurde, formiert sich an anderer Stelle der Widerstand.
Auf der Seite Klima killt Kohle trägt Robin Wood Fakten zu dem nun durch Senatsbeistand geförderten Kohlekraftwerk in Moorburg zusammen. Besonders bedenklich: Das Kraftwerk alleine wird doppelt so viel CO2 ausstoßen, wie durch den Straßenverkehr in der Hansestadt entsteht. Dabei wird fast die Hälfte der erzeugten Energie einfach als Abwärme in die Elbe gepumpt.
Neben solchen Hintergrundinformationen werden auch Alternative und Möglichkeiten aktiv zu werden zusammengetragen. Beispielsweise der Hinweis auf ein vom Bremer Senat beauftragtes Gutachten, dass einem hocheffizienten Gaskraftwerk sowohl hinsichtlich Klimaschutz als auch bei den Kosten dem Brennstoff Kohle Überlegenheit bescheinigt. Ein solches Gutachten zu möglichen Alternativen ist in Hamburg von Seiten des Senates nie angedacht oder gefordert worden. Darüber hinaus gibt es eine „Alarmliste“, mit dem man sich über den Beginn des Genehmigunsgverfahrens und weitere Veranstaltungen informieren lassen kann. Unter anderem gab es schon eine Demonstration vor der Hamburger Vattenfall-Zentrale.
Es wird Zeit, dass dieser Senat nicht nur Klimaschutz sagt, sondern auch aktiv betreibt. Und zum Klimaschutz gehört kein Kohlekraftwerk, dass für die nächsten dreissig Jahre hier vor sich hin CO2t!
Fassungslos…
2007-05-15sitze ich hier und lese die Ergebnisse der Koalitionsrunde in Berlin zum Thema Krippenplätze. Erfreulich ist der Wille, die Krippenplätze auszubauen und auch den Rechtsanspruch zu verwirklichen. Aber wenn ich dann lese, es soll eine „Erziehungsprämie“ geben, für Eltern, die ihre Kinder nicht in die Krippe geben wollen, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Klar, es ist ein Zugeständnis an die ganz Konservativen, die inzwischem mit einer Frau im Kanzleramt leben müssen, ansonsten jedoch gerne die Frau an sich auf den Raum zwischen Herd und Kinderbettchen beschränken würden. Aber welche Folgen hat so eine Prämie? Bei gute gestellten Familien wird es keinen Unterschied machen, die werden einfach nach dem besten für das Kind entscheiden, und dabei auch über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nachdenken und dann zu einer sinnvollen Lösung kommen.
Eine junge Familie oder auch ein alleinerziehender Elternteil, die in einer präkererer Lage sind, werden es sich zweimal überlegen. Dann werden die Kinder zu Hause bleiben, damit man diese Prämie einstreichen kann. Wer von Hartz IV lebt, für den sind 150,- EUR ein entscheidender Unterschied. Außerdem werden die Krippenplätze ja nicht Kostenfrei sein. Diese Prämie setzt also die Schwelle gerade für die Kinder herauf, die viel entscheidender eine Förderung über das Elternhaus brauchen.
Denn die diversen Schulstudien haben ja mehrfach den Zusammenhang zwischend er sozialen Situation zu Hause und dem Schulerfolg der Kinder festgestellt. Gerade die sozial schwachen können selbst bei bestem Willen oft einem Kind nicht die Förderung, die Denkanstösse und die Bildungschancen eröffnen, die sie ja auch selber nicht bekommen haben. Hier muss durch sinnvolle Massnahmen frühzeitig eine Ergänzung stattfinden.
Leider wird dieses durch eine Stoibersche Erziehungsprämie glatt ins Gegenteil verkehrt. Schade, dass die SPD einem solchen Programm der sozialen Selektion zugestimmt hat.